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Alt 04.01.09   #21
Frontheiner
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Nachdem ja anfangs eine Teilnehmerzahl von 100 die Runde machte, berichtet mittlerweile auch das ZDF per Filmbeitrag von 300 "Rechtsextremisten":

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/663204
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Alt 04.01.09   #22
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Standard AW: Demo Passau 3. Januar 2009

Das für Euch mitlesenden
Gutmensch-Lichterkettenkriecher-GegenRechtsDemonstrierer !
Lesen und Nachdenken . . .

http://www.michaelwinkler.de/Kommentar.html

In Passau hat einmal mehr das völlig geist- und hirnlose Ritual stattgefunden:
Die NPD nimmt das demokratisch gebotene Recht auf eine Demonstration wahr, das eine Gericht verbietet es, das andere erlaubt es, womit auf Staatskosten Werbung veranstaltet worden ist.
Als gehorsame Vasallen marschieren die Gegendemonstranten auf, die diesmal zum Glück nur "harmlose" Wurfgeschosse auf die Polizei abfeuern, die in Richtung NPD-Aufzug steht und die beiden Lager trennt.
Dabei geht es sogar um diese Polizei. Die NPD demonstriert dagegen, die Steinerwerfer sollten eigentlich für die Polizei eintreten.
Probieren Sie es erst gar nicht mit Logik, das führt zu nichts. . .
Und ja, die NPD muß wieder einmal verboten werden, damit man künftig...
Ja, was denn nun? Ohne NPD hätten jene Leute, die dumpf die Parole "gegen rechts" nachplappern, doch gar keine politische Meinung mehr.

Ist die NPD schlimm oder schädlich? Sie ist eine Splittergruppe, die zu "Staatsfeinden" hochgejubelt wird, weil sie das ausspricht, was ausgesprochen gehört.
Seit die "demokratischen" Parteien zu Verschiebebahnhöfen für Pöstchen und Dienstwagen verkommen sind, die keinerlei befähigtes Führungspersonal anzubieten haben, herrscht in den Ortsvereinen nur noch Stumpfsinn.
Da beratschlagt man darüber, ob die Bedarfsfußgängerampel vor dem Kindergarten tatsächlich zwischen 18:00 und 6:00 Uhr einfach abgeschaltet werden darf, oder ob nicht besser Rentner, die um drei Uhr früh ihren Dackel Gassi führen, vor den zwei Autos geschützt werden müssen, die um diese Uhrzeit pro Stunde durch das Dörfchen gondeln.

Gelegentlich wird darüber diskutiert, ob die NPD wirklich Wahlkampfkostenerstattung beziehen darf, so als sei sie eine normale Partei.
Bleiben wir doch mal im Rahmen: Die NPD hat in der gesamten Zeit ihres Bestehens weniger Wahlkampfkostenerstattung bezogen, als Geld für die Lustreisen der amtierenden Bundeskanzlerin verpulvert worden ist.
Wirklichen Schaden, Jahr für Jahr im zweistelligen Milliardenbereich, richtet nicht die NPD an, sondern die gewählten Parteipolitiker, immer schön auf Kosten der Steuerzahler. Nachzulesen in den Veröffentlichungen von Bundes- und Landesrechnungshöfen, sowie beim Bund der Steuerzahler.

Hier wird natürlich nicht eingeschritten, im Gegenteil, das sind die Leute, die ganz selbstverständlich ohne eine Pfennig zu zahlen die allerbesten Plätze bekommen und unterwürfig als Ehrengäste begrüßt werden.
Wenn hier in Deutschland jemand strengstens überwacht werden muß, dann sind das unsere Parteipolitiker. Niemand hat mehr Geld verschwendet, Schaden angerichtet, Existenzen zerstört, als die angeblich gewählten, aber letztlich in Selbstherrlichkeit abgehobenen "demokratischen" Politiker.
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Alt 04.01.09   #23
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Orden für  
Standard AW: Demo Passau 3. Januar 2009

Was mich mal interessieren würde, war der Mannichl auch irgendwo zu sehen ? Denn er wollte ja auch anwesend sein bei der Gedendemo !
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Alt 04.01.09   #24
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Standard AW: Demo Passau 3. Januar 2009

@kolonne-oberland:

Also ich persönlich konnte ihn nicht entdecken, obwohl ich Ausschau gehalten habe.

Im Videotext konnte ich gestern Nacht nach unserer Heimfahrt von 150, aber auch von 300 Teilnehmern lesen, was schon ein ziemlicher Unterschied ist. Mein Eindruck tendiert stark in Richtung 300 Teilnehmern.

Zu unserer Anreise:

Wir fuhren bereits um 8 Uhr früh los, um dann um 15 Uhr endlich in Passau anzukommen. Danke, Deutsche Bahn!
Grund dafür war, dass sich erstmal irgend ein Vollidiot genau an dem Tag und um die Uhrzeit vor den Zug werfen muss. Wir haben schon gerätselt, ob es sich dabei um einen zu übereifrigen Antifaschisten gehandelt haben könnte, der uns aufhalten wollte. Stichwort "Selbstmord gegen Rechts"!
Die Bahn war dann offensichtlich nicht fähig, einen Ersatzzug, der die Strecke umfährt, aufzutreiben, wodurch wir 45 Minuten am Bahnhof warten mussten, bis der Zug mal endlich startet.
So kamen wir dann 10 Minuten nach der Abfahrt unseres Anschlusszuges am nächsten Bahnhof an, der natürlich schon weg war. So mussten wir wieder über 2 Stunden an diesem Bahnhof warten, da sich die Bahn weigerte uns als Ersatz mit dem ICE fahren zu lassen, mit dem wir noch pünklich angekommen wären.
Wir wollten zwischenzeitlich auch schon umkehren, wollten dann aber doch den Versuch unternehmen, nach begonnener Demo noch dazustoßen zu können.
Also wurde es wie gesagt 15 Uhr bis wir in Passau ankamen, was sich jedoch im Nachhinein als gut herausgestellt hat, da wir so zum einen unauffällig durch alle Polizeisperren kamen ohne kontrolliert zu werden und zum anderen genau pünklich zum Demobeginn kamen, da diese offenbar vorher nicht los marschieren durfte.
So hat sich dann die lange und nervtötende Anreise doch noch gelohnt!

Zur Demo an sich:

Ich fand die Demo sehr gelungen und die Redner zum Großteil mehr als gut! Gerade Manuel Heine, der von sich gleich am Anfang seiner Rede sagte, dass er kein Redner ist, hat dafür meiner Meinung nach seine Sache mehr als gut gemacht und kam sehr sympatisch rüber!
Was ein bisschen mies war, war die Zwischenkundgebung, auf der ich persönlich zumindest leider kein Wort von den Rednern verstehen konnte. Ich denke aber, dass das eher an dem Platz an sich lag, der extrem gehallt hat, als an dem Lautsprecherwagen.
Bis zur Zwischenkundgebung lief es noch ein wenig unkoordiniert ab, da irgendwie jeder kreuz und quer den Sprechchor anstimmte, der ihm gerade in den Sinn kam, so dass im Demozug zur selben Zeit manchmal 3 verschiedene Sprechchöre gerufen wurden. Das nächste Mal vielleicht doch lieber ein paar Megaphone an die Ordner austeilen, welche dann den Sprechchor anstimmen sollen und nicht jeder Hinz und Kunz
Nach der Zwischenkundgebung lief es dann wesentlich geordneter ab, bin ich der Meinung. Da hielt man sich an den Sprechchor des Lautsprecherwagens, was dann auch recht gut klang in der Passauer Altstadt.
Zur Antifa bleibt eigentlich nur eins zu sagen: Traurig, traurig.
Man konnte direkt Mitleid bekommen, da man immer die selbe Gruppe von maximal 6-8 Halbwüchsigen sah, die auf sich aufmerksam machen wollten. Mehr hat die bayrische Linke offenbar nicht zu bieten.
Der klägliche Rest an umerzogenen Bundesbürgern mit ihren roten Karten und ihren "Mit rechts wisch ich mir den Arsch ab"-Schildern(wie originell) war auch nicht sonderlich ernst zu nehmen. Kommt es nur mir so vor oder werden diese traurigen Gestalten von Mal zu Mal weniger?
Wie gesagt, alles in allem fand ich die Demo sehr gelungen!
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Standard AW: Demo Passau 3. Januar 2009



Noch einmal Demonstratives aus Passau – Wer waren die Gewinner des Tages? (04.01.09) Ergänzt


Nationale Demonstranten in Passau

Passau / Bayern: Ursprünglich war es ja gestern unsere Absicht gewesen, den Informationsstand zur den Demonstrationen in Passau zeitlich nach und nach immer wieder zu aktualisieren, doch wurden wir durch technische und zeitliche Probleme gehindert, diesen Plan in die Tat umzusetzen. Dafür haben wir uns im Laufe des Abends einmal näher mit den Kommentaren vertraut gemacht, die zur nationalen Demonstration in Passau abgegeben wurden und wir müssen schon sagen, daß diese zu einem nicht geringen Teil wirklich beschämend waren und wir sprechen dabei nicht vom Gesabbel der Freunde von der anderen Feldpostnummer.

So gab es nicht wenige Kommentare, die sich an den Zahlen der nationalen Demonstranten festmachten und aufgrund ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit gegenüber den Gegendemonstranten der Ansicht waren, daß es sich bei der Aktion um einen Misserfolg handelte. War es das wirklich?

Dazu möchten wir feststellen, daß es eigentlich nicht die geringste Rolle spielte, wie viele Nationalisten in Passau marschierten. Der eigentliche Erfolg war von dem Augenblick gesichert, da die Stadt Passau mit ihrem Verbot in der zweiten Instanz gescheitert war und die Gerichte sich für so schlau hielten, den Nationalisten ein Lebkuchen- und Lebkuchenmännerverbot erteilen zu müssen, um auf diese Weise Anspielungen auf den Polizeidirektor Alois Mannichl zu verhindern. Man darf gewiß sein, daß soviel Naivität Geschichte machen wird und man in Zukunft von dieser Demonstration vielleicht nur als dem Passauer Lebkuchenkrieg vom 3. Januar 2009 sprechen wird. Denn man es für nötig hält, die Mitnahme von Lebkuchen auf eine Demonstration für so staatsgefährdend hält, daß man sie verbieten muß, dürfte selbst für bundesdeutsche Verhältnisse einzigartig sein und man wird nicht lange raten müssen, wer sich mit so einem Verbot wirklich zum Gespött macht.

Davon abgesehen war die Demonstration aus taktischer Sicht sehr wohl ein Erfolg, so gewann man nicht nur den Rechtskampf, sondern man konnte die Veranstaltung auch ungehindert durchführen. Versuche eines Teils der Gegendemonstranten, durch zivilen Ungehorsam die nationale Veranstaltung zu be- bzw. zu verhindern wurden von der Polizei verhindert. Was will man noch. Mag man über Art und Weise der Demonstration sowie gewisse technische Unzulänglichkeiten, wie sie bei solchen Aktionen schon mal auftauchen können, auch spotten wollen, das Demonstrationsziel als solches wurde jedoch in jedem Fall erreicht.

Wenn es jedoch etwas auf nationaler Seite zu kritisieren gibt, dann die absolute Dürftigkeit des Informationsflusses. So gibt es nicht eine nationale Seite, die es bis heute morgen geschafft hat, einige zuverlässige Informationen aus der Sicht der Demonstrationsteilnehmer zu veröffentlichen. Muß man wirklich immer erst auf den offiziellen Bericht des Veranstalters warten? Zumindest von den bayrischen NPD-Seiten hätte man sich da etwas mehr berichterstatterisches Lokalkolorit statt dessen nichts, überhaupt nichts. Weder bei der NPD-Bayern, weder bei der NPD-Niederbayern, weder bei der NPD-Passau und schon gar nicht auf der NPD-Hauptseite. Nichts bei den Freien Nationalisten Münchens, nichts bei Widerstand.info, nichts beim Informationsportal Rheinland-Pfalz und noch nicht einmal was bei Passau wehrt sich, zu der ein Teil der NPD-Seiten verlinkt ist. Desinteressierter und einfallsloser geht es wirklich nicht. Eine Ausnahme bildete lediglich das Thiazi-Forum, wo Demonstrationsteilnehmer einige Demonstrationseindrücke austauschten. In puncto Informationspolitik kann sich das nationale Spektrum getrost ein paar Scheiben mehr bei der politischen Konkurrenz abschneiden, aber richtig dicke. So, das mußte mal gesagt werden, jetzt fühlen wir uns gleich wieder besser am frühen Sonntagmorgen.


Die “Anständigen” von Passau

Zu den Zahlenspielereien um die Demonstrantenzahlen wird es wohl am besten sein, wenn man sich an den direkten Bericht der Passauer Polizei hält, die von rund 300 nationalen Demonstranten und rund 1000 Gegendemonstranten spricht. So gesehen, kam lag das ZDF mit seinen Zahlenangaben richtig, während die meisten anderen Medien, sei es aus Absicht oder Unkenntnis, deutlich niedrigere Angaben machten, was bei Veranstaltungen dieser Art freilich nicht überrascht. Allerdings tauchten zwischenzeitlich auch Meldungen auf, die bei den Gegendemonstranten auch nur von 800 sprachen, statt der runden 1000. Doch spielt es nach unserem Dafürhalten keine Rolle, ob es 200 mehr oder weniger waren, da die Stadt Passau in ihrem Bemühen, die nationale Veranstaltung zu verhindern restlos gescheitert ist. Hinzu kommt, daß die Masse ihrer eigenen Bürger der städtischen Obrigkeit die kalte Schulter gezeigt hatten, indem sie die städtisch verordnete Veranstaltung einfach ignorierten. So spricht es nicht gerade für die angeblich antifaschistische Haltung der Stadtbevölkerung, wenn von 50.000 Einwohnern gerade mal rund 1000 den Aufrufen aller Stadtratsparteien, der Kirche, diversen Jugendorganisationen und Gewerkschaften folgten, oder sollte es sich bei den rund 1000 um deren direkten Anhang in Passau gehandelt haben? In diesem Fall ist es dann vielleicht doch etwas unverfroren, wenn in den Medien behauptet wird, daß sich die Stadt gegen den braunen Aufmarsch gewehrt hat. Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang ja mehr von der Stadtverwaltung sprechen.

Wir wollen diese Zusammenfassung jedoch nicht vorübergehen lassen, um auch ein wenig der herzigen Berichterstattung der PASSAUER NEUEN PRESSE zu gedenken, deren Berichterstattung vor Lügen und Unterstellungen nur so wimmelte. So präsentierte diese gestern gar eine „Umfrage“, bei der man 5, in Worten fünf, Passauer vorstellte, die wohl den repräsentativen Querschnitt der Stadtbevölkerung darstellen sollten und die sich natürlich mehrheitlich gegen die nationale Protestdemonstration aussprachen. Auf eine tatsächliche Umfrage, bei der jede seine Meinung anklicken kann, verzichtete man jedoch klugerweise.

Absoluter Höhepunkt war jedoch folgender Kommentar, der einfach zu schön ist, als daß wir ihn unseren Lesern vorenthalten könnten, so schreibt ein Jörg Klotzek unter dem Titel: ”Wer dafür ist, muss dagegen sein“ seinen Lesern folgende Weisheiten ins Stammbuch:

„Wollen Sie attackiert werden, weil Sie eine andere Religion, Abstammung oder Hautfarbe haben als die Einheimischen? Wollen Sie Ihre Baugenehmigung, den Studienplatz Ihrer Kinder oder Ihr Fortkommen im öffentlichen Dienst davon abhängig sehen, ob Sie Mitglied der einzigen Partei im Staat sind? Wollen Sie Angst haben müssen, im Gefängnis zu landen, weil Sie zu laut auf die Regierung geschimpft haben? So war es einst in Nazi-Deutschland. Schon vergessen?
Bei aller Kritik, die gerade wir Medienmenschen gerne transportieren - wir leben in einem sicheren, wohlhabenden und vor allem freien Land. Das ist die direkte Folge aus der Katastrophe der Nazi-Zeit. Unsere Freiheit, die nie so groß war wie heute, resultiert aus der Unfreiheit von einst. Erinnern Sie sich?
Um dieses Erinnern geht es heute, wenn die geistigen Nachfolger des einstigen Unrechtsregimes ihre platten Parolen mit martialischem Geschrei wieder auf Passaus Straßen grölen. Es geht nur vordergründig darum, ob die Wohnung von zwei Rechtsextremisten zu Unrecht durchsucht oder das Neonazi-Ehepaar im Zuge der Mannichl-Ermittlungen fälschlicherweise verhaftet worden war. Es geht den Strategen im Hintergrund um die Herrschaft über die Straße - eine von vier Säulen der aktuellen NPD-Propaganda. Dürfen die das?
Die Demokratie erlaubt den Rechtsextremisten ihren Aufmarsch. Das mag ärgerlich sein, ist aber der Preis der Freiheit. Diese Freiheit erlaubt aber auch den Protest aller anderen Bürger: Derjenigen, die wissen, dass auch sie Ausländer sind bei jeder Reise über die Landesgrenze. Derjenigen, die bauen, studieren oder Karriere machen wollen auch ohne Einheitspartei-Buch. Derjenigen, die weiterhin unbehelligt über die Regierung schimpfen wollen. Sind auch Sie dafür?
Dann müssen Sie zeigen, dass Sie dagegen sind - gegen Fremdenfeindlichkeit, Diktatur und Unrechtsregime. Passaus Straßen gehören den Passauern, nicht den hergekarrten Fußtruppen einer kleinen Partei. Deshalb: heute, elf Uhr, ZOB - seien Sie so frei!“


Uns ist nicht so recht klar, was der Autor mit seinem Kommentar sagen will, daß, wenn die NPD an die Macht kommt, man ins Gefängnis kommt, weil man auf die Regierung schimpft? Nun, heute muß man schon für weniger mit dem Kadi rechnen, genügt es doch schon, wenn man zu gewissen historischen Details der Zeitgeschichte eine andere Meinung hat, als der offizielle Mainstream.
Fremdenfeindlichkeit? Muß man sich da wirklich vom CSU-regierten Bayern Vorwürfe machen lassen? So besaß die CSU in der Vergangenheit doch selber in schönster Regelmäßigkeit die Frechheit, sich kritisch über die zu hohe Anzahl von Ausländern zu äußern, um dann, genau wie ihre Schwesterpartei, dafür zu sorgen, daß die Überfremdungsflut alle Rekorde brach. Wie nennt man das? Doppelte Moral? Ist es das was man verteidigen will?

Geradezu lachhaft ist der Verweis auf das Einheitsparteibuch. Vorwürfe aus einem Land, indem noch bis vor kurzem die CSU mit absoluter Mehrheit als katholischer SED-Ersatz firmierte, muß man außerhalb Bayerns wohl wirklich nicht ernst nehmen, ebenso wie die Behauptung, daß man gegen Nazis demonstrieren müsse, um weiter unbehelligt auf die Regierung schimpfen zu können. Das konnte man ja in Passau gestern erleben, wo man schon Lebkuchen verbieten ließ, um politische Anspielungen zu verhindern.

Nun, was soll’s, die PASSAUER NEUE PRESSE steht eben ganz in der Tradition ihres Begründers Hans Kapfinger (1902-1985), über den Wikipedia folgende interessante Sachen zu berichten weiß:
„…Kapfinger arbeitete danach ab 1927 als Redakteur beim Straubinger Tagblatt. Im Mai 1933 wurde er wegen antinationalistischer Gesinnung nach einem Artikel beim Straubinger Tagblatt in Schutzhaft genommen. Kapfinger hatte in seinem Artikel geschrieben, man solle das Kabinett von Adolf Hitler auf dessen Geisteszustand untersuchen. Er wurde wieder freigelassen. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er Vertriebs-, Anzeigen-, und Werbeleiter in Coburg, Bamberg, Lichtenfels, Leipzig und Berlin.

Seit Juli 1945 arbeitete er für die Berliner Zeitung. Noch im selben Jahr kehrte er nach Bayern zurück. 1946 erhielt er in Passau von den amerikanischen Besatzern die Lizenz für eine Tageszeitung, da er als NS-Verfolgter eingestuft wurde. Angeblich gehörte er einer Widerstandsgruppe „Aktion Riemenschneider“ an, was später allerdings bezweifelt wurde. Am 5. Februar 1946 erschien die erste Ausgabe der von ihm herausgegebenen Passauer Neuen Presse.

Zweifelhaft erscheint Kapfingers Rolle im Dritten Reich. Er soll Grundstücke jüdischer Eigentümer, die im Rahmen der “Arisierung” beschlagnahmt worden sind unter Marktwert erworben haben. Laut einem rechtskräftigem Urteil des Amtsgerichts München ist es erweislich wahr, dass Kapfinger sich als “Angehöriger eines bevorzugten Personenkreises an beschlagnahmtem jüdischen Besitz bereichetert” habe. In einem anderen Urteil hat das Landgericht Passau die von dem damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten und späteren Bundeskanzler Helmut Schmidt aufgestellten Behauptungen, “daß Kapfinger sich damals (nach dem Einmarsch der Russen) aus den Häusern ehemaliger Nationalsozialisten wertvolle Möbel, Teppiche und sonstige Einrichtungsgegenstände in sein Haus tragen ließ” als erwiesen bestätigt. …“


Wir sind der Meinung, ein Blatt mit solch hehren Traditionen sollte bei politischer Moralpaukerei besser den Mundhalten.

Siehe auch
Passauer Neue Presse Kommentar 03.01.09

Passauer Neue Presse 03.01.09

BR-Online 03.01.09

http://www.passau-wehrt-sich.de/

Indymedia 03.01.09

Hans_Kapfinger Hans_Kapfinger

Anhang: Offizieller Polizeibericht zu den Demonstrationen in Passau vom 3. Januar 2009

Demonstrationsgeschehen in Passau - Polizei stets Herr der Lage

PASSAU. Am heutigen Samstag war Passau Veranstaltungsort von verschiedenen Versammlungen und Aufzügen. Aufgrund der dabei erwarteten großen Teilnehmerzahl und des dadurch zwangsläufigen großen Kräfteansatzes hatte das Polizeipräsidium Niederbayern/Oberpfalz die Führung dieses Einsatzes übernommen.

Seitens der Bayerischen Polizei waren dabei rund 1.000 Einsatzkräfte vor Ort. Zusätzlich waren weitere 480 Beamte der Bundespolizei zur Unterstützung im Einsatz.

Ingesamt wurden im Verlauf der Veranstaltungen 21 Personen festgenommen, von denen zwölf dem linken und neun dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. 20 festgenommene Personen wurden bis zum Ende des Einsatzes wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen, eine volltrunkene Person musste ausgenüchtert werden. Gegen 19 Personen wird ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz bzw. wegen der Verwendung von Kennzeichen von verfassungswidrigen Organisationen eingeleitet.

Bei den Vorkontrollen bzw. im Verlauf der Veranstaltungen wurden folgende Gegenstände sichergestellt:

2 Bauhelme
4 Teppichmesser
1 Hammer
117 Böller
1 Holzschlagstock
4 Holzstangen
1 Reichskriegsflagge

In der Zeit von 11.00 Uhr bis gegen 11.45 Uhr wurde vom Passauer Runden Tisch eine Versammlung mit anschließendem Aufzug in der Dr.-Hans-Kapfinger-Straße mit ca. 1.000 Teilnehmern durchgeführt, die ohne jegliche Probleme ablief.

Von 13.00 Uhr bis gegen 18.30 Uhr führte eine dem rechten Spektrum nahe Gruppierung eine Kundgebung mit anschließendem Aufzug beginnend von der Nibelungenstraße durch die Passauer Innenstadt mit ca. 300 Teilnehmern durch. Dabei kam es zu keinen nennenswerten Störungen.

Aufgrund der großen Teilnehmerzahl und der durchgeführten Aufzüge kam es im Innenstadtbereich von Passau den ganzen Tag über zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Der Polizeieinsatzleiter zog ein positives Einsatzresümee, was insbesondere darauf zurückzuführen war, dass beide Veranstaltungen im wesentlichen planungsgemäß durchgeführt werden konnten und es zu keinerlei Auseinandersetzungen gekommen war.

Quelle: Presseerklärung PD Passau 03.01.09

Noch ein Anhang
Tageskommentar von Michael Winkler zur Passau-Demo


In Passau hat einmal mehr das völlig geist- und hirnlose Ritual stattgefunden: Die NPD nimmt das demokratisch gebotene Recht auf eine Demonstration wahr, das eine Gericht verbietet es, das andere erlaubt es, womit auf Staatskosten Werbung veranstaltet worden ist. Als gehorsame Vasallen marschieren die Gegendemonstranten auf, die diesmal zum Glück nur “harmlose” Wurfgeschosse auf die Polizei abfeuern, die in Richtung NPD-Aufzug steht und die beiden Lager trennt. Dabei geht es sogar um diese Polizei. Die NPD demonstriert dagegen, die Steinerwerfer sollten eigentlich für die Polizei eintreten. Probieren Sie es erst gar nicht mit Logik, das führt zu nichts. Die Lehre von Karl Marx ist schließlich auch deshalb richtig gewesen, weil sie wahr ist. Das können Ihnen Merkel und die alte Ost-CDU bestimmt noch erklären. Und ja, die NPD muß wieder einmal verboten werden, damit man künftig… Ja, was denn nun? Ohne NPD hätten jene Leute, die dumpf die Parole “gegen rechts” nachplappern, doch gar keine politische Meinung mehr.

Ist die NPD schlimm oder schädlich? Sie ist eine Splittergruppe, die zu “Staatsfeinden” hochgejubelt wird, weil sie das ausspricht, was ausgesprochen gehört. Seit die “demokratischen” Parteien zu Verschiebebahnhöfen für Pöstchen und Dienstwagen verkommen sind, die keinerlei befähigtes Führungspersonal anzubieten haben, herrscht in den Ortsvereinen nur noch Stumpfsinn. Da beratschlagt man darüber, ob die Bedarfsfußgängerampel vor dem Kindergarten tatsächlich zwischen 18:00 und 6:00 Uhr einfach abgeschaltet werden darf, oder ob nicht besser Rentner, die um drei Uhr früh ihren Dackel Gassi führen, vor den zwei Autos geschützt werden müssen, die um diese Uhrzeit pro Stunde durch das Dörfchen gondeln.

Gelegentlich wird darüber diskutiert, ob die NPD wirklich Wahlkampfkostenerstattung beziehen darf, so als sei sie eine normale Partei. Bleiben wir doch mal im Rahmen: Die NPD hat in der gesamten Zeit ihres Bestehens weniger Wahlkampfkostenerstattung bezogen, als Geld für die Lustreisen der amtierenden Bundeskanzlerin verpulvert worden ist. Wirklichen Schaden, Jahr für Jahr im zweistelligen Milliardenbereich, richtet nicht die NPD an, sondern die gewählten Parteipolitiker, immer schön auf Kosten der Steuerzahler. Nachzulesen in den Veröffentlichungen von Bundes- und Landesrechnungshöfen, sowie beim Bund der Steuerzahler.

Hier wird natürlich nicht eingeschritten, im Gegenteil, das sind die Leute, die ganz selbstverständlich ohne eine Pfennig zu zahlen die allerbesten Plätze bekommen und unterwürfig als Ehrengäste begrüßt werden. Wenn hier in Deutschland jemand strengstens überwacht werden muß, dann sind das unsere Parteipolitiker. Niemand hat mehr Geld verschwendet, Schaden angerichtet, Existenzen zerstört, als die angeblich gewählten, aber letztlich in Selbstherrlichkeit abgehobenen “demokratischen” Politiker.

Wird etwa gegen die demonstriert? Natürlich nicht, da verbeugt man sich höflich, da wird hofiert, da wird charmiert, da wird geschmiert - ist bei Politikern ja völlig legal - und da wird kriminell agiert. Auch das völlig legal, denn Parteien sind ausdrücklich davon ausgenommen, laut Strafrecht als kriminelle Vereinigung zu gelten. Wenn lange genug hofiert wird, bekommt Mittelmietraching seinen zweiten Autobahnzubringer und Nordoosterstedt seinen ICE-Bahnhof. Und die jeweiligen ehrenamtlichen Gemeindevorsteher ihr großes Bundesverdienstkreuz.


Quelle: Michael Winkler 04.01.09

Geändert von Karstjäger (04.01.09 um 15:53 Uhr) Grund: Ergänzt
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@Frankonia Ich habe ja den ganzen Tag die Demo verfolgt und am Anfang hieß es ja 50 Neonazis in Passau , dann nach einer Zeit waren es 50 - 100 Neonazis auf einmal stand dort 200 und am Schluss doch ca. 300 ! Also mit dem zählen haben sie es noch nie gehabt !
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Eine kleine Korrektur:

Zitat:
Zitat von Karstjäger Beitrag anzeigen
Wenn es jedoch etwas auf nationaler Seite zu kritisieren gibt, dann die absolute Dürftigkeit des Informationsflusses. So gibt es nicht eine nationale Seite, die es bis heute morgen geschafft hat, einige zuverlässige Informationen aus der Sicht der Demonstrationsteilnehmer zu veröffentlichen.
Doch, die gibt es:

http://forum.thiazi.net/



Zitat:
In puncto Informationspolitik kann sich das nationale Spektrum getrost ein paar Scheiben mehr bei der politischen Konkurrenz abschneiden, aber richtig dicke. So, das mußte mal gesagt werden, jetzt fühlen wir uns gleich wieder besser am frühen Sonntagmorgen.
Ich möchte mal umgekehrt anmerken, daß ich gestern ein paar dutzend Male erfolglos versucht habe, Altermedia aufzurufen, was aber jedesmal an einem aus unerfindlichen Gründen hängenden Server gescheitert ist.

Wenn man irgendwo anfangen sollte, sich "eine Scheibe abzuschneiden", dann bei der Schaffung einer Informationsplattform, die es mit Indymedia & Co. hinsichtlich der technischen Verläßlichkeit und Benutzerfreundlichkeit aufnehmen kann. Sinnvoll wäre auch die Einrichtung zentralisierter RSS-Feeds auf einer solchen Seite, die man etwa als "Live Ticker" für laufende Veranstaltungen nutzen könnte. Jetzt gehts mir auch besser ...
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Alt 04.01.09   #28
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Standard AW: Demo Passau 3. Januar 2009

Zitat:
Zitat von kolonne-oberland Beitrag anzeigen
@Frankonia Ich habe ja den ganzen Tag die Demo verfolgt und am Anfang hieß es ja 50 Neonazis in Passau , dann nach einer Zeit waren es 50 - 100 Neonazis auf einmal stand dort 200 und am Schluss doch ca. 300 ! Also mit dem zählen haben sie es noch nie gehabt !

Bis ca. 13:30 waren es auch nur 50 Teilnehmer, weil, soweit ich es mitbekommen habe, die grünen Männer den Großteil der Teilnehmer am Bahnhof mehr oder minder festgehalten hat mit Kontrollen etc.
So konnten viele erst bis 15 Uhr zum Treffpunkt gelangen, was aber nicht weiter schlimm war, da man eh nicht eher anfangen konnte, da es Probleme damit gab Ordner zu finden, die der Staatsmacht in den Kram passte.

Worch hat am Anfang der Demo bzw. Kundgebung ein paar treffende Worte dazu gefunden
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Alt 04.01.09   #29
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Standard AW: Demo Passau 3. Januar 2009

Zitat:
Zitat von Funkensprung Beitrag anzeigen
...da es Probleme damit gab Ordner zu finden, die der Staatsmacht in den Kram passte.
Genauer gesagt durften an diesem Tag nur Ordner ihre Pflicht ausüben, die noch KEIN EINZIGES Verfahren am Hals hatten. Sprich ein eingestelltes Verfahren oder ein Verfahren mit Freispruch hat genügt, um einigen Teilnehmern die Ordneraufgabe zu untersagen. Und das kommt von einer Polizei, die sich stundenlang damit beschäftigt im Demovorfeld Fingerabdrücke von Leuten zu nehmen, die eventuell gegen Auflagen verstoßen haben.
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Wink AW: Demo Passau 3. Januar 2009

Aufgrund der vielen Anfragen hier noch eine Entwarnung:
Nachdem die Demonstration zu Ende ist, darf in Passau und ganz Bayern wieder öffentlich Lebkuchen gegessen werden ;-)
Die Verwendung des berühmten Messers ist allerdings umstritten.

Wer es ganz genau wissen will, sollte die Passauer Polizeidirektion oder den Bürgermeister von Passau anrufen. Als bürgernahe Institutionen werden diese Stellen bestimmt alle Euren Anfragen zu diesen heiklen Sachen gerne beantworten.

Als pflichtgetreuer Untertane will man sich ja nichts zu Schulden kommen lassen . . .

Als nächstes stellen sie wohl in Passau vorm Rathaus und der Polizeidirektion noch einen "Gesslerhut" auf, den jeder grüßen MUSS, weil sonst...
(info Gesslerhut: http://wapedia.mobi/de/Gesslerhut )
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